Pedro und die Schönheit der Muscheln

Pedro und die Schönheit der Muscheln

Mutig und furchtlos: So kam er im lässigen Schritt angetrottet. Seine Schritte hörte man nicht. Der Sand knirschte zu leise und zu sanft unter seinen Füßen. Also nutzte Pedro seine Stimme, um sich selbst bei allen anzukündigen. Er begann zu singen.
In seiner schwarzen Jogginghose kombiniert mit einem dunklen Oberteil, das von glitzernden Pailletten geprägt war, sah er ohnehin auch optisch schon aus wie ein kleiner Superstar. Dazu kam seine Sonnenbrille, die er als passendes Künstleraccessoire geschickt zwischen seinen Fingern umhertanzen ließ. Ja, so zog er die Blicke auf sich und genoss sie sichtlich.
„Schaut nur her, was ich so kann.“, das schien er seinem Publikum mitteilen zu wollen. Frei nach diesem Motto stolzierte er mit der ganzen Coolness, die er transportieren konnte den Strand entlang.

Doch in einem kleinen unachtsamen Moment fiel Pedro aus seiner Rolle. Da kam das Kind in ihm zum Vorschein. Ganz unerwartet ließ er seinen Gesang verstummen, bückte sich nach unten und hob ein paar Muscheln und Steinchen auf. Sie hatten seine Aufmerksamkeit erhascht. Von ganz unten auf dem Boden. Unscheinbar, still und klein zogen sie ihn in ihren Bann. Er konnte seinen Blick nicht von ihnen lassen, musste sie aufheben, sie in den Händen halten, sie drehen und begutachten, ihre Oberfläche ertasten und ihre faszinierenden Farbverläufe wahrnehmen.

In diesem Moment realisierte Pedro zum ersten Mal in seinen jungen Jahren, dass er nicht unbedingt laut und schrill sein muss, um gesehen zu werden.

Denn was tun diese kleinen Muscheln zwischen Tausenden von anderen Muscheln schon, um aufzufallen? Wie laut können zierliche Steine schon sein, um sich zwischen ihresgleichen aus der Masse hervorzuheben? So viele Möglichkeiten haben sie ja nicht. Sie können sich nicht anders anziehen; sie können sich von alleine nicht mal an einen anderen Ort schleifen. Sie können sich nur selbst akzeptieren und annehmen, wie sie nun einmal sind. Sie können nichts, rein gar nichts tun, um in irgendjemandes Augen besser dazustehen.

„Wieso habe ich aufgehört, Blicke auf mich selbst ziehen zu wollen, nur um die paar Steinchen und Muscheln anzusehen?“, fragte Pedro sich und empfand es auf einmal viel weniger schlimm, nicht im Mittelpunkt zu stehen und seinen Platz an diese unscheinbaren Winzigkeiten abgegeben zu haben. Er verstand, dass er seine Maske nicht in jedem Moment braucht.

Wenn sogar Muscheln auch ohne Masken, ohne großen Auftritt und in ihrer ganzen Natürlichkeit von ihm als „Meister einer guten Show“ gesehen werden, vielleicht könnten sie ihm dann ein Vorbild dafür sein, auch etwas mehr er selbst zu sein.

Musik und Poesie im Garten

Musik und Poesie im Garten

Dieser Moment, wenn du in einen wunderschön gestalteten Garten kommst, der dich extra für dieses Event mit einer absoluten Wohlfühlatmosphäre willkommen heißt. Wo es nach Flammkuchen riecht und fruchtiger Lillet dem Gaumen schmeichelt, wo hübsche Garnituren einen Platz für dich bereiten und du ankommen kannst.

Dann entdeckst du die Musiker, die noch an den letzten Feinheiten schleifen und merkst schon jetzt, dass das ein besonderer Nachmittag werden wird.

Du suchst dir deinen persönlichen Lieblingsplatz aus, dort wo du der Musik besonders gut lauschen und die Künstler richtig sehen kannst.

Kurze Zeit später ist der Soundcheck vorbei und der Büchertisch aufgebaut, damit es endlich losgehen kann.

Mit einem leichten Kribbeln im Bauch setzt du dich auf den Barhocker, während das Mikrophon vor dir aufgebaut wird. Alle technischen Utensilien, die dich in diesem Moment umgeben, sind ganz in der Nähe des schützenden Balkons aufgebaut. Regenschirme stehen bereit, denn es könnte ja und vorbereitet sollte man sein.

Da sitzt du nun mit deinem Buch in der Hand und schaust den gespannten Besuchern entgegen. Du erklärst warum du dieses Buchprojekt ins Leben gerufen hast, was es dir gebracht hat und anderen bringen soll, welche Herausforderungen es im Projektablauf gab und wieviel Kreativität aus Hohenlohe in diesem Buch versteckt ist.

„Stille Poeten“, wie Julia Engelmann sie nennt, sind die Besonderheit, die „Gemeinsam durch Ebbe und Flut“ zu dem machen, was es ist: Eine kleine Schatztruhe, mit verschiedenen kreativen Kostbarkeiten direkt aus dem Herzen Hohenlohes. Zum Sammeln und Verschenken, zum Nachdenken und Mitmachen.

Beispielhaft liest du deine Texte aus dem Buch vor.

Wichtig dabei ist, dass du vorher in deinen Text abtauchst, statt in die Menge, die vor dir sitzt. Fühl deinen Text, warum du ihn geschrieben hast, was er erzählt und erst dann liest du ihn vor. Das Publikum muss eigentlich ein bisschen egal sein in diesem Moment. Du willst ja gerade nicht sie fühlen, sondern deinen Text, dein Poetry, deine Kurzgeschichte.

Bleib bei dem, was du geschrieben hast: Bei der Person, von der du erzählst, der Idee, die du hattest, deinem Leben, das sich vielleicht in manchen Texten spiegelt.

Deine Stimme wird folgen, deine Pausen werden richtig sitzen, du wirst entspannter und die Aufmerksamkeit der Besucher wird auf die Worte gezogen. Vielleicht bemerkst du dann auch hin und wieder ein Lächeln auf einem Gesicht oder wie ein paar Tränen in manche Augen steigen.

Man sagt, dass es Techniken für das richtige Vorlesen gibt, ich sage: Sei in deinem Text, wie als würdest du ihn gerade erst schreiben. Du kannst eine Menge Techniken kennen und trotzdem niemanden erreichen. Sie sind immer eine gute Stütze, aber gerade wenn du selbst deinen Text fühlst und ihn dadurch lebendig machst, kann er auch für deine Zuhörer lebendig werden.

Hast du deinen Text gelesen, setzt das Keyboard ein. Der Musiker nimmt die Stimmung des Textes auf und erzählt die Geschichte mit den passenden Klängen weiter. Du hast Zeit gedanklich deinen Text abzuschließen und dich auf deinen neuen vorzubereiten. Die Besucher haben Zeit, die Worte sacken zu lassen, sie für sich mitzunehmen oder sie ad acta zu legen, wenn sie für sie selbst nicht passen. Das gibt Raum und nimmt viel Druck aus der Sache.

So wechselst du dich lesend und vortragend mit dem Pianospieler ab bis dein Textblock abgeschlossen ist.

Pause. Zeit für einen Snack, für ein Getränk, zum Reden und Nachdenken.

Der Musikblock startet und die Musiker tragen ihre Stücke vor. Wohltuende Klänge vermischen sich mit lebendigen Beats und einer begeisternden Stimme, die poetische Worte im Gesang erklingen lässt. Zum Auflockern und Genießen, zum Mitschwingen und Feiern.

Es macht dir Spaß zuzuhören, weil sich begabte Menschen in der Musik verlieren und gleichzeitig finden. Weil sie ihre Freude und ihre Leidenschaft weitergeben, statt sie für sich selbst zu behalten.

Und trotz des einsetzenden Regens wird weiter vorgelesen, weiter gesungen, weiter zugehört. Bockstark findest du das.

So bist du Teil eines feinen Gartenevents, in dem Musik und Poesie im Wechsel aufeinandertreffen, sich gegenseitig tragen und zusammen zu einer kunstvollen Einheit werden.

So ging es zumindest mir mit euch allen im Garten. Deswegen möchte ich an dieser Stelle „Danke“ sagen für diese tolle Idee, den musikalischen Mehrwert, der meine Texte bereichert hat, die ganze Organisation und alle helfenden Hände, die das möglich gemacht haben.

Ihr seid super und es hat mir total viel Spaß mit euch allen gemacht!

Peter Kohlmann’s Rolex – Teil 2 der Kurzgeschichte

Peter Kohlmann’s Rolex – Teil 2 der Kurzgeschichte

Der erste Teil der Kurzgeschichte lautet “Peter Kohlmann’s Welt”. Du findest ihn hier.

Peter Kohlmann und der Geier

„Danielle, wirklich, mir ist nicht nach Scherzen zumute oder nach verträumten Kinderwelten, die nicht existieren. Ich MUSS in JEDER Welt schnell sein und dazu brauche ich – verflixt nochmal – eine funktionierende Uhr! Du bist echt noch klein, das verstehst du noch nicht. Lass uns die Uhr jetzt gleich zum Uhrmacher bringen.“

„Die Uhr geht doch. Sie tickt, hörst du das nicht?“

„Natürlich macht sie irgendwelche Geräusche, aber sie läuft rückwärts. So verpasse ich jedes einzelne Meeting, weil ich nicht schnell genug dort bin!“

Danielle bricht in kindliches Gelächter aus, nicht in ein urteilendes oder abwertendes, sondern in ein ansteckendes, fröhliches Gekicher.

„Was gibt’s da zu lachen?!“, fragt Peter entrüstet. „Hier geht’s um eine Menge Verantwortung!“

„Ja, das glaube ich dir. Bei einem so hohen Bürogebäude ist es immer wichtig, dass es nicht umfällt – irgendwie ein bisschen wie bei einem Jenga-Turm.“

Bevor Peter empört einen Kommentar dazu abgeben kann, wie Danielle überhaupt darauf kommt, seine Firma mit Spielzeug zu vergleichen, fügt sie noch hinzu:

„Aber die Uhr geht ja jetzt falsch rum. Und du muss jetzt nicht, wie jeden Tag, deiner Zeit nachrennen, um schneller als sie zu sein, nur weil du mehr von ihr haben willst. Die Zeit macht doch jetzt extra langsamer, wie die Schnecke da unten. Jetzt kannst du volle langsam machen.“

Wieder lacht Danielle vor Entzückung.

„Du bist echt sooooo schlecht mit dieser Langsam-Sache, aber Rennen bringt halt grad Null. Dafür können wir jetzt richtig lang hier draußen bleiben und meine Freunde besuchen. Juhuuu!“

Als hätte Peter auf einmal jedes Meeting vergessen, springt er sofort auf ihre Provokation an:

„Forderst du mich gerade heraus? Ok, kannst du haben: Ich werde auch im langsamen Modus besser als andere sein, wenn nicht gar der Beste.“

Während die beiden vom Schotterweg auf den Wandertrail im Wald abbiegen, reiht Peter weiter einen sich selbst beschreibenden Superlativ an den anderen. Danielle hört ihm dabei interessiert und belustigt zu und fragt sich, ob er einfach nur nicht begreift, um was es geht oder ob er sich mit seinem Kampf gegen irgendwelche Konkurrenten, die für Danielle wohl unsichtbar zu sein scheinen, einfach nur selbst beruhigt. Wenn schon die heilige Rolex nicht so läuft, wie sie laufen müsste.

Plötzlich ertönt ein gellender, schriller Schrei aus den Baumwipfeln über ihnen.

„Pah, du und dein -er!“

Die beiden zucken zusammen, während die Baumkronen von einem lauten Rascheln durchzogen werden. Schnell klammert Danielle sich an Peters Bein.

„Was ist das?!, fragt sie mit zitternder Stimme.

„Du kennst dich doch hier aus, dachte ich!“, fährt Peter sie an, während er beinah über seine umklammerten Beine stolpert.

Ein mächtiger Schatten mit großen Schwingen gleitet aus den Bäumen über die Wiese am Hang, macht eine elegante Drehung und fliegt anschließend direkt auf sie zu.

„Ja, aber meine Freunde hier sind alle klein und nicht so laut. Ich glaub der will zu dir.“

Als hätte Danielle es geahnt, landet der große Geier auf einem Ast in Peters Nähe, direkt auf Augenhöhe. Wieder stößt er einen gellenden Schrei aus:

„Du hast ein -er Problem, Peter!“

„Und du hast ein Orientierungsproblem, man! Hast dich wohl verflogen?!“

Danielle kneift ihren Patenonkel ins Knie.

„Du bist draußen in der Natur, nicht im Büro; sei bloß nett!“, flüstert sie ihm so scharf sie kann zu.

Majestätisch breitet der Geier seine Flügel aus.

„Ich bin in jede Richtung größer als du, zeig Respekt oder du lernst von mir schneller zu rennen als jemals zuvor. Hast du darauf wirklich Lust?“

Danielle wirft einen flehenden Blick nach oben in Peters Richtung. Er hatte die Situation aber auch ohne dieses Signal bereits umfänglich erfasst, so dachte er zumindest.

„Nein.“

„Gut, dann reden jetzt wir Großen. Ich bin hier, weil Danielle für dich zu wenig Bescheid weiß, so als Zwergin, und du der Große bist, der deswegen immer richtig liegt. Nach deinem Verständnis bin ich jetzt allwissend, weil ich riesig bin. Also reden wir.“

Da prustet Peter los und kann sich kaum auf den Beinen halten.

„Du bist ein Vogel, was willst du mir schon groß erzählen?“

„Das ist doch dein Lebensstil, nicht meiner. Du glaubst doch an größer = besser. Du musst mir zuhören, sonst verrätst du dich selbst.“

„Touché.“, bekräftigt Danielle hochachtungsvoll, während Peter langsam begreift, dass er es hier nicht mit einem Dummkopf zu tun hat.

„Also, dein -er ist gegen deine Natur.“

„Was meinst du damit?“

„Dein Leben dreht sich vor allem um dünnER, schnellER, bessER, größER, weitER, schönER. Egal, um was es geht. Das ist gegen die Natur.“

„Quatsch! Das ist hier draußen doch genauso. Wenn man nicht schneller oder größer ist, wird man gefressen statt zu fressen. Schau dir doch mal die Raubtiere an; das ganze Ökosystem käme durcheinander, wenn sie nicht besser wären als andere Tiere und nicht entsprechend handelten.“

„Da hast du recht. Das ist ihr tierischer Instinkt und ein gewisses Maß an Wettbewerb ist sicherlich auch nicht zu verachten. Hast du denn schon einmal einem Raubtier beim Jagen zugesehen?“

„Ja, mir. War geil.“, lacht Peter.

Da hat der Geier die Faxen dicke, stößt einen Pfiff aus und ist innerhalb von Sekunden von einem Schwarm anderer Geier umringt, die Peter packen und nach oben zerren, während Danielle entgeistert zurückbleibt.

„Wir bringen ihn wieder. Warte dort vorne an der großen Eiche.“, hört sie sie noch rufen.

„Spinnt ihr?! Lasst mich runter!“

„Oh, gut gebrüllt, Löwe,“, kichert der Geier, „aber das willst du nicht wirklich. Wir zeigen dir jetzt erst einmal wie ein ECHTES Raubtier jagt.“

Nach einigen weiteren Flügelschlägen ist unter ihnen eine Herde Gazellen zu erkennen, hungrig am Grasen. Alles scheint ruhig, friedlich zu sein, als könnte die Stimmung nicht paradiesischer sein. Flatternd halten sich die Überflieger in der Nähe der Herde auf und weisen Peter an, genau aufzupassen. Kaum ausgesprochen, stößt aus dem Dickicht ein Gepard hervor, das schnellste Landsäugetier der Welt.

„Schau, dein Vorbild. Jagen im Highspeed. Schau genau hin.“

Mit sagenhafter Eleganz sprintet der Gepard auf seine Beute zu, sein langer Schwanz hält ihn in den Kurven in Balance, lässt seine Bewegungen kraftvoll und geschmeidig aussehen. In Windeseile hat er ein Tier von der Herde abgespalten, bringt es aus der Fassung, treibt es vor sich her, bis es stolpert. Mit einem gewaltigen Satz springt er die Gazelle an. Seine Krallen bohren sich tief in ihre Flanke; dann verpasst er ihr den tödlichen Biss in die Kehle.

„Ein Meister seines Fachs.“, jubelt Peter. „Im metaphorischen Sinne mache ich das so wie der. Also ist bei mir alles richtig. Es gibt nichts mehr zu lernen für mich“

„Schau zu!“, befiehlt der Geier, „Es ist noch nicht vorbei.“

Der Gepard schleift seine Beute zu einer Höhle, in deren Nähe drei kleine Gepardenbabies tapsig ihre ersten Schritte wagen. Heute gibt es zum ersten Mal Fleisch für die Kleinen. Schmatzend fangen sie an, ihr Mittagessen zu beschnuppern, abzulecken und anzuknabbern. Der große Gepard wartet währenddessen, schaut zu, ruht sich aus und hält Wache. Erst nachdem die Kleinen satt sind, fängt der ältere Gepard an zu fressen und nachdem sein Hunger gestillt ist, ruht sich die Familie aus, spielt und geht auf Entdeckungstour.

Erst jetzt beendet der Trupp Geier seine auf einer Stelle rüttelnde Art des Fliegens und gleitet mit Peter zurück zu Danielle. Unter der großen, schattigen Eiche setzen sie ihn neben seiner Patentochter ab und fliegen so schnell davon wie sie gekommen waren.

„Das war jetzt nicht mehr so spannend.“, meckert Peter und versucht die Löcher in seinem Anzug mit reiner Willenskraft zu schließen.

„Das war der wichtigere Teil.“, schüttelt der Geier verständnislos den Kopf.

„Peter, Peter, was hast du gelernt, was hast du gesehen? Ich freu mich so, dich wieder bei mir zu haben.“ Danielle hüpft aufgeregt von einem Bein auf das andere.

„Er hat gelernt wie man jagt.“

„Naja, eigentlich habe ich vor allem gemerkt, dass ich schon längst richtig jage.“

„Falsch! Ein Gepard wird satt und hört dann auf mit der Jagd nach -er. Das bedeutet es, ein Raubtier zu sein. Auch seine Familie zu versorgen und den Erfolg zu teilen, gehören dazu. Du aber, Peter, hast dich in deinem -er verloren. Du wirst einfach nicht satt. Das ist kein Jagen im Sinne deiner Natur.“

„In der Natur gibt es aber auch Jagende im Blutrausch!!!“

„Die sind fehlgeleitet, sie töten mehr als sie fressen und vertragen können. Unnötig, wie bei dir. Du feierst nicht den Erfolg oder einen Sieg oder ein Talent oder eine Begabung oder deine Existenz an sich, du feierst den Vergleich mit jemand anderem.“

„Jetzt hab ich aber genug von dir, du schäbiges Federvieh!“

Peter beginnt Steine nach dem Geier zu werfen und ihn mit allen Kraftausdrücken zu beschimpfen, die ihm gerade in den Sinn kommen. Mit seinen mächtigen Schwingen erhebt dieser sich und lacht:

„Was ist los, Raubtier? Bist du in einen Dorn getreten? Tut dir dein Pränkchen weh?“

Und so verschwindet der Geier mit wenigen Flügelschlägen in luftigen Höhen, bis er nicht mehr zu erkennen ist.

„Peter?“, flüstert Danielle, „der Geier ist größer und mächtiger als du.“

„Ja, und?!“, raunzt Peter.

„Er hat recht.“

„Danielle, ich bitte dich. Er ist ein Vogel. Auf wessen Seite stehst du eigentlich?!“

„Schau doch mal hin. Dir reicht es nicht, groß zu sein. Du fühlst dich erst gut, wenn du größER bist…als ich zum Beispiel. Du willst nicht schnell sein, denn das reicht ja nicht. Erst wenn du schnellER bist, bist du ok. Wenn du langsamER bist, bist du ein Loser, deswegen machst du noch schnellER. Dein Erfolg geht nur im Vergleich zu anderen. Deswegen wirst du auch niiiieeeeee satt, weil es irgendwo immer jemanden mit noch mehr -er-er-er gibt. Er hat recht.“

„Kein Mensch mag Klugscheißer, Danielle.“, weicht Peter demonstrativ aus.

„Ja, deswegen hörst du dem Geier ja auch nicht zu.“

„Weil er ein Klugscheißer ist.“

„Nein, weil du ein Klugscheißer bist.“

„Hahahaha, ihr seid ja süß.“, der Wildrosenstrauch am Wegesrand beginnt sich vor lauter Gelächter zu rütteln und zu schütteln. Dann streckt er seine Wurzeln in ihre Richtung und umschlingt ihre Arme. Er zieht sie ganz nah zu sich und umrankt die beiden so sehr, dass sie eins mit ihm werden und nicht mehr von ihm loskommen. Bedrohlich nahe kommen ihnen die spitzen Dornen, aber auch die verführerisch duftenden Rosen. Am liebsten würden sie flüchten, aber irgendwie möchten sie auch bleiben und so hängen sie fest, gefangen und beinah zerrissen in diesem Wirrwarr aus Wurzeln, Zweigen, Dornen und Blüten.

-Fortsetzung folgt.

Wie geht es weiter mit Peter und Danielle?

Wenn du immer up-to-date bleiben und über neue Beiträge, Produkte oder Kurse informiert werden möchtest, dann abonniere ganz einfach den Newsletter von Werk.Schätzend über dieses Formular.

Abenteuer Buchprojekt: Gemeinsam durch Ebbe und Flut

Abenteuer Buchprojekt: Gemeinsam durch Ebbe und Flut

Teil 1 zur Entstehungsgeschichte und zu unserem Buch-Abenteuer findest du im Beitrag: Schreibgruppe: Lass mal ein Buch schreiben.

Was tun, mit dem Wolf?

Wie macht man dann also weiter, wenn man einem derartigen Wolf gegenübersteht und eigentlich nur vergnügt an sein Ziel wandern wollte?

Vanessa und ich hatten zunächst überhaupt keine klaren Gedanken, zu groß war die Enttäuschung und das Gefühl mit dieser Veröffentlichung irgendwie allein gelassen worden zu sein. Natürlich war es auch irgendwie besser so für alle Vier und dennoch schmerzte es für eine Weile.

Ich weiß noch, wie ich frustriert mit einer Freundin in einem Café saß und mich bei ihr ausjammerte. Als alles raus war, starteten wir mit dem Brainstorming, wie man das Projekt auf relativ einfache Art noch retten könnte. Auf eine Weise, die Vanessa und mich zumindest teilweise entlasten würde. Auch andere Personen, die den Prozess näher mit verfolgt hatten, ermutigten und inspirierten Vanessa und mich nochmals.

Durch diese Treffen, Worte und Gedanken von Freunden und Bekannten wurde mir wieder einmal klar, wie wichtig gute Freunde sind und wie man einen großen Wolf eventuell besiegen könnte.

Teamwork: Weil wir gemeinsam stärker sind

Wir fingen an Gastautoren und ihre Texte in unser Buchprojekt einzuladen. Wir vergrößerten die Anzahl der Schreibenden und gaben manche Teile vertrauensvoll in sehr gute Hände ab. So verstärkten wir unser Buch-Team auf 16 Personen, mit deren Vielfalt, Power, Kreativität und Wissen wir uns auf den Weg hin zur Veröffentlichung machten. Es gab hierdurch zwar einen größeren Koordinations- und Abspracheaufwand, aber gleichzeitig mussten wir nicht alles nur zu 2. stemmen, was uns in dieser Phase sehr viel wert war.

Ein neues Konzept, andere Gedanken und frische Ideen, ein klares Ziel, viel kreative Freiheit und ein sanfter, aber spürbarer Rahmen brachten uns zu dem nun tatsächlich veröffentlichten Buch: Gemeinsam durch Ebbe und Flut. Dieser Titel ist extra auf unseren Projektprozess zugeschnitten und soll klar machen, dass dieses Buch durch Vielseitigkeit und Individualität entstand und im Ergebnis zu einer schlüssigen Einheit wird. Nur in Projekten mit anderen Menschen gibt es helfende Hände und ermutigende Worte, aber wenn man sich allein durch Ebbe und Flut kämpfen muss, kann das manchmal ganz schön anstrengend sein.

Auch das Pseudonym “Mila Zamm” weist auf den gemeinsamen Weg hin: Wir wollten keinen unserer Namen auf diesem Cover besonders hervorheben, weil wir und all die im Buch vorkommenden helfenden Hände unter diesem Pseudonym gleichwertig sind.

Und während wir so gemeinsam durch Ebbe und Flut wanderten, realisierten wir langsam, dass da kein Wolf mehr war, der uns den Weg versperrte. Viele der früheren Diskussionspunkte lösten sich ganz einfach auf oder waren auf einmal kein Thema mehr. Sie wurden kleiner, verschwanden. Andere Herausforderungen wurden schneller gelöst, entknotet oder einfach in die Mülltonne verbannt.

Vielleicht ist das so, wenn eine große Aufgabe auf viele Schultern verteilt wird, vielleicht fühlt sie sich dann nicht mehr so schwer und so groß an. Vielleicht wurde uns auch klarer, was wir mit dem Buch wirklich wollen oder nicht – wer weiß.

Letztendlich haben wir es nun gemeinsam geschafft. Cool, oder?

Informationen zum Sammelband: Gemeinsam durch Ebbe und Flut

Um was es in unserem Buch “Gemeinsam durch Ebbe und Flut” genau geht, wie es aufgebaut ist und warum es ist, wie es ist, kannst du hier nachlesen. Außerdem ist das Buch in den Shops von Amazon und herzensvoll erhältlich.

Mitwirkende des Geschenkbuchs: Gemeinsam durch Ebbe und Flut

Die Reihenfolge der Namen sagt nichts über die Wertigkeit der Personen oder ihrer Beiträge aus. Diese Auflistung soll wertschätzen und “Danke” sagen, keine Competition fördern oder Punkte vergeben.

Viktor, D.K., Ilea, Viviane, Marisa, Annelie, Rebecca, Antje, Janis, Michi, Chris, Nadine, Tom, Sim, Manuela, Vanessa, Sandra

Peter Kohlmann’s Rolex – Teil 1 der Kurzgeschichte

Peter Kohlmann’s Rolex – Teil 1 der Kurzgeschichte

Peter Kohlmann’s Welt

Peter Kohlmann ist ein wichtiger, viel beschäftigter Mann. Er ist immer in Eile, stets auf dem Weg von A nach B. Durchgetaktet wie die Zeiger auf seiner glänzenden Rolex, gleicht er dem Sekundenzeiger, der unaufhörlich am Rennen ist – angetrieben von seinem eigenen Ehrgeiz. Wie die Rädchen seiner Armbanduhr treiben ihn seine Sehnsucht nach Prestige und sein Drang zu den Großen zu gehören Zeit seines Lebens an.

Peter merkt dabei nicht, dass er wie die Zeiger seiner teuren Armbanduhr eigentlich tagtäglich nur im Kreis rennt, fest angepeitscht von seinen großen Ambitionen.

Wie soll er es auch merken, wenn sich die Followerzahlen rasant vermehren, sich die Umsätze verdoppeln und sein Bürokomplex nun schon um den 14. Stock erweitert wird? Nein, Peter Kohlmann rennt nicht im Kreis. Peter Kohlmann klettert nach oben – und das schnell, eben genauso schnell wie der kleine Sekundenzeiger um die Kurve flitzt.

Wirft man einen Blick in Peter’s Kalender fragt man sich, ob Peter eigentlich auch seinem Sekundenzeiger beweisen möchte, wer hier der Schnellere ist. Denn wenn Peter eine Sache angeht, dann meistens so, dass sein Tempo ihn manchmal sogar selbst überfordert – was er natürlich nie zugeben würde.

Seine maßgefertigten Anzüge lassen jeden schnell wissen, wer da vor ihnen steht und seine auf Hochglanz polierten Wildlederschuhe klackern gleichmäßig im Takt seines inneren Motors. Dabei geben sie automatisch das Tempo für alle in seinem Umfeld vor:

“Ich laufe nur im Highspeed gut”, lautet sein Motto und darauf ist er mächtig stolz.
In diesem Tempo hatte er sich viel erarbeitet; es hatte reibungslos funktioniert, sein ausgeklügeltes System – ganz im Sinne seiner Uhr.

Ticktack-Ticktack-Ticktack.
Beim Duschen das Meeting vorbereiten.
Ticktack-Ticktack-Ticktack.
Beim Joggen darüber sinnieren, wie man sich am besten von der Konkurrenz abheben, ihnen gegebenenfalls eins auswischen könnte.
Ticktack-Ticktack-Ticktack.
Beim Autofahren seiner Sekretärin eine Standpauke halten, weil sie seine Termine durcheinander gebracht hat.
Ticktack-Ticktack-Ticktack.
Essen gehen und währenddessen Mails checken.
Ticktack-Ticktack-Ticktack.
Im Kino netzwerken und Visitenkarten verteilen.
Ticktack-Ticktack-Ticktack.
Sich beim Flirten bereits nach dem nächsten Flirt umsehen.
Ticktack-Ticktack-Ticktack.

Peter Kohlmann’s Leben, meine Damen und Herren, ist immer einen Schritt voraus. Die Warnleuchte bezüglich der Überhitzungsgefahr ist deaktiviert, vielleicht sogar ausgebaut, aber in jedem Fall gut versteckt installiert, so dass ein “Vorwärts-Mann” wie Peter sie eigentlich gar nicht wahrnehmen kann. Deswegen gehört er zu der Sorte von Menschen, die nie wirklich präsent, nie so richtig dabei sind, weil sie eigentlich schon wieder woanders sein müssen.

Wie man nur eine Sache so richtig auskostet, eine Mahlzeit von Anfang bis Ende wirklich genießt und in der Zeit mit Freunden so richtig aufblüht, das weiß er nicht. Sich auf nur eine Sache zu begrenzen, sich mit nur einer Aufgabe oder einem Menschen zu beschäftigen würde ihn viel zu sehr beschränken.

“Einem Kohlmann gebührt mehr Platz und den nimmt er sich auch – selbst wenn es nicht ganz angebracht ist.”, das hatte ihn sein Vater gelehrt und dieses Dogma prägt Peter’s Gegenwart auch heute noch, obwohl sein Vater bereits vor vielen Jahren gestorben war.

Umso erstaunlicher, dass Peter heute seiner Patentochter Danielle den Vorrang gibt.

Die Kleine ist aber auch zum Verlieben schnuckelig und weiß wie sie ihren Patenonkel mit ihrem breiten Zahnlückengrinsen um den Finger wickeln kann. Mit ihrem blonden, gelockten Wuschelkopf, dessen Haare sich wie sie selbst von niemandem bändigen lassen, und den blaugrünen, funkelnden Augen, braucht sie nur noch einen frechen Spruch auf den Lippen und schon ist es um ihn geschehen.

Dagegen ziehen seine Taktiken, um sie zufriedenzustellen – im Gegensatz zu all den anderen Frauen in seinem Leben – bei ihr überhaupt nicht.

Ein teures Geschenk? – Sein Flirt rastet euphorisch aus. Danielle lehnt es ab.
Ein Trip ins Wellnesshotel? – Seine Affäre kreischt vor Freude. Danielle verdreht nur die Augen und lacht.

Frauen hatte er schon immer als kompliziert empfunden, aber Danielle ist ihm ein absolutes Rätsel, ein unergründliches Mysterium. Naja, und der Umgang mit Kindern ist einfach nicht seine Stärke.

Vielleicht konnte Danielle auf diese Art das Ruder an sich reißen und somit zur stärksten Frau in seinem Leben werden, die es wie heute sogar geschafft hatte, dass er ein wichtiges Meeting verschob, nur um mit ihr aus der Stadt hinaus in die Natur zu fahren. Diese gewiefte Rotzgöre hatte ihn sich einfach geschnappt, ihn richtig fest umarmt und ihn damit bewegungsunfähig gemacht. Dann hatte sie nach seiner Hand gegriffen und ihn aus seinem modernen Glasbau gezerrt. Bis dahin wusste er nicht einmal, wer die Siebenjährige ins Büro gebracht hatte. Auf einmal stand sie eben da, wie bei einem Überfall und stibitzte ihn mit einem sanften Ruck von seinem Schreibtisch weg.

Bei ihrem Anblick – und weil sie ihre großen Kulleraugen einsetzte – und weil er im Büro kein Drama haben wollte – und weil er wie der perfekte Patenonkel aussehen wollte – konnte er sich einfach nicht wehren.

Wie ein echter Kohlmann hatte sie zugeschnappt und gesiegt; vielleicht ließ er sie auch deshalb gewähren.

Jetzt, zusammen mit der Kleinen im Auto, geht es ihm richtig gut. Dieses wohlwollende Werk Danielle gegenüber nährt seine Seele und schafft einen feinen Ausgleich zu dem bestimmenden, ansatzweise brüllenden Verhalten, das er manchmal an den Tag legen muss, um seine Position in der Firma halten und sich den nötigen Respekt verschaffen zu können.

Da sitzt sie, lächelt und lässt singend ihre Lockenmähne auf und ab hüpfen. Wenn Peter Danielle so betrachtet, ist er wirklich froh, ihr Patenonkel zu sein. Ganz frech hat sie sein Herz erobert, obwohl er doch sonst kaum zulässt, große Gefühle für jemanden zu hegen.

Außerhalb der Stadt mit ihrem Lärm und den lieblos aneinandergereihten Zweckgebäuden, blicken die beiden auf das weite Grün der Wiesen, das weitläufig von den bunten Akzenten der Wildblumen gesäumt wird.

An einem Wanderparkplatz in der Nähe der viel befahrenen Bundesstraße halten sie an.

Nach dem Aussteigen schnappt sich Danielle ganz fix die Hand ihres Patenonkels und zieht ihn fröhlich hüpfend hinter sich her.

“Danielle, warte, du weißt doch gar nicht wohin du läufst!”

“Weißt du wohin du läufst?”

“Ich weiß immer wohin ich laufe!”, gibt er barsch zurück. “Ich will nur kurz noch einen Blick auf mein Handy werfen.”

“Du hast heute aber Handyverbot.”, erwidert Danielle mit einem strengen Blick, der dem ihrer Mutter verblüffend ähnlich sieht.

“Bitte was ist los?”, antwortet Peter sichtlich genervt und spürt wie sein Augenlid zuckt, als würde in ihm ein Vulkan brodeln. “Da versucht mir doch glatt eine Zwergin Vorschriften zu machen.”, denkt er bei sich. Voller Selbstbeherrschung entscheidet er sich dazu, seinen Ärger nicht an ihr, sondern am Wiesenboden auszulassen und tritt bei jedem Schritt besonders kräftig auf.

Danielle nimmt das unruhige Stampfen ihres Patenonkels sofort wahr. Sie zupft an seinem Kaschmiranzug und haucht mit zuckersüßer Stimme:

“Der Boden mit den Blumen drin und den Tierchen drauf ist fei kein Sauerkraut.”, und wirft ihm einen vorwurfsvollen Blick zu. Peter schaut empört zurück. So bleiben sie im Blick des Anderen kleben, als würden sie sich gegenseitig die Tür in ihre Welten öffnen, sich mitten ins Foyer ihrer Weltanschauungen führen, die normalerweise Lichtjahre voneinander entfernt liegen. Stumme Fragen schwirren durch die Luft, die sich beide nicht auszusprechen wagen.

Nach ein paar Minuten stillen Wanderns durchbricht Danielle die Wand des Schweigens, die Peter ganz geschwind vor sich nach oben gezogen hatte:

“In deinem großen Bürohaus muss ich immer still sein. Ich soll keinen Spaß haben, ich darf nicht rennen oder kichern. Ich soll immer nur Geist spielen und für alle unsichtbar sein. Jetzt bist du aber draußen bei mir, da wo ich immer bin und du nie. Du bist jetzt mein Gast hier, so wie ich Gast von der Wiese bin, aber ich bin auch eine Freundin von der Wiese. Sie mag mich auch laut. Vom Wald bin ich auch eine Freundin und vom Fluss und von den Tieren natürlich. Wir Freunde haben miteinander gesprochen und wir sagen alle, dass dein Handy hier der Geist sein muss. Und wir sind nett, weil nur das Handy ein Geist sein muss – du nicht.”

Ticketititack-Ticketacktack-Taaahaaack.
Peter’s Herz beginnt zu rasen.
Ticketuckatacka-Tack.
“Was ist hier los?”
Ticketacke-TickTick-Tick.
Peter blickt auf seine Rolex.
Krrruuckrrraaa.
Sie steht still.
Krrraackrrruuu.
Sie läuft rückwärts.
Tacktick-Tacktick-Tacktick.
Peter blickt sich panisch um.
Tacktick-Tacktick-Tacktick.
“So kann ich nicht schnell genug sein.”
Tacktick-Tacktick-Tacktick
Danielle blickt ihn verwundert an.
Tacktick-Tacktick-Tacktick
“In meiner Welt musst du das auch nicht.”

-Fortsetzung folgt.

Wann kommt die Fortsetzung?

Wenn du wissen willst, wie es mit Peter und Danielle weitergeht, dann abonniere am besten den Blog bzw. Newsletter. Somit erhältst du zeitnah alle Informationen über die Texte von Werk.Schätzend und die jeweilige Art der Veröffentlichung.