Lesung aus “Gemeinsam durch Ebbe und Flut” mit Frühstück

Lesung aus “Gemeinsam durch Ebbe und Flut” mit Frühstück

An diesem Vormittag gibt es ein leckeres Frühstück in einer gemütlichen Bücherei, mit welchem wir gemeinsam in den Tag starten.

Da duftet der Kaffee und da dampfen die Brötchen, da gibt es süße Marmelade und würzigen Käse, ein bisschen Zeit und vor allem Ruhe vom Alltag.

Nimm Dir Zeit für dich selbst und eine Auszeit zum Zuhören, zum Lauschen, zum Eintauchen in die Texte aus dem Buch Gemeinsam durch Ebbe und Flut, das wir im Lockdown zusammen geschrieben haben.

Die Geschichten regen zum Weiterdenken an, stellen Fragen, ermutigen und inspirieren.

Zusammen mit Dir möchten wir diese Zeit genießen und Dich zu einer gemeinsamen Reise durch Ebbe und Flut einladen, Dich mit Prosa und Lyrik begeistern.

Wir freuen uns auf Dich!

Termin: Samstag, 19.11.2022 von 9.30-11.00 Uhr
Kursgebühr: 8,00 €, inkl. Frühstück
Veranstaltungsgort: Stadtbücherei Kirchberg, 74592 Kirchberg an der Jagst

Teilnahme nur nach Anmeldung unter:

vhs Crailsheim-Land e.V.: Frühstück mit Buchvorstellung und Lesung aus Gemeinsam durch Ebbe und Flut

Abenteuer Buchprojekt: Gemeinsam durch Ebbe und Flut

Abenteuer Buchprojekt: Gemeinsam durch Ebbe und Flut

Abenteuer Buchprojekt: Gemeinsam durch Ebbe und Flut

Teil 1 zur Entstehungsgeschichte und zu unserem Buch-Abenteuer findest du im Beitrag: Schreibgruppe: Lass mal ein Buch schreiben.

Was tun, mit dem Wolf?

Wie macht man dann also weiter, wenn man einem derartigen Wolf gegenübersteht und eigentlich nur vergnügt an sein Ziel wandern wollte?

Vanessa und ich hatten zunächst überhaupt keine klaren Gedanken, zu groß war die Enttäuschung und das Gefühl mit dieser Veröffentlichung irgendwie allein gelassen worden zu sein. Natürlich war es auch irgendwie besser so für alle Vier und dennoch schmerzte es für eine Weile.

Ich weiß noch, wie ich frustriert mit einer Freundin in einem Café saß und mich bei ihr ausjammerte. Als alles raus war, starteten wir mit dem Brainstorming, wie man das Projekt auf relativ einfache Art noch retten könnte. Auf eine Weise, die Vanessa und mich zumindest teilweise entlasten würde. Auch andere Personen, die den Prozess näher mit verfolgt hatten, ermutigten und inspirierten Vanessa und mich nochmals.

Durch diese Treffen, Worte und Gedanken von Freunden und Bekannten wurde mir wieder einmal klar, wie wichtig gute Freunde sind und wie man einen großen Wolf eventuell besiegen könnte.

Teamwork: Weil wir gemeinsam stärker sind

Wir fingen an Gastautoren und ihre Texte in unser Buchprojekt einzuladen. Wir vergrößerten die Anzahl der Schreibenden und gaben manche Teile vertrauensvoll in sehr gute Hände ab. So verstärkten wir unser Buch-Team auf 16 Personen, mit deren Vielfalt, Power, Kreativität und Wissen wir uns auf den Weg hin zur Veröffentlichung machten. Es gab hierdurch zwar einen größeren Koordinations- und Abspracheaufwand, aber gleichzeitig mussten wir nicht alles nur zu 2. stemmen, was uns in dieser Phase sehr viel wert war.

Ein neues Konzept, andere Gedanken und frische Ideen, ein klares Ziel, viel kreative Freiheit und ein sanfter, aber spürbarer Rahmen brachten uns zu dem nun tatsächlich veröffentlichten Buch: Gemeinsam durch Ebbe und Flut. Dieser Titel ist extra auf unseren Projektprozess zugeschnitten und soll klar machen, dass dieses Buch durch Vielseitigkeit und Individualität entstand und im Ergebnis zu einer schlüssigen Einheit wird. Nur in Projekten mit anderen Menschen gibt es helfende Hände und ermutigende Worte, aber wenn man sich allein durch Ebbe und Flut kämpfen muss, kann das manchmal ganz schön anstrengend sein.

Auch das Pseudonym “Mila Zamm” weist auf den gemeinsamen Weg hin: Wir wollten keinen unserer Namen auf diesem Cover besonders hervorheben, weil wir und all die im Buch vorkommenden helfenden Hände unter diesem Pseudonym gleichwertig sind.

Und während wir so gemeinsam durch Ebbe und Flut wanderten, realisierten wir langsam, dass da kein Wolf mehr war, der uns den Weg versperrte. Viele der früheren Diskussionspunkte lösten sich ganz einfach auf oder waren auf einmal kein Thema mehr. Sie wurden kleiner, verschwanden. Andere Herausforderungen wurden schneller gelöst, entknotet oder einfach in die Mülltonne verbannt.

Vielleicht ist das so, wenn eine große Aufgabe auf viele Schultern verteilt wird, vielleicht fühlt sie sich dann nicht mehr so schwer und so groß an. Vielleicht wurde uns auch klarer, was wir mit dem Buch wirklich wollen oder nicht – wer weiß.

Letztendlich haben wir es nun gemeinsam geschafft. Cool, oder?

Informationen zum Sammelband: Gemeinsam durch Ebbe und Flut

Um was es in unserem Buch “Gemeinsam durch Ebbe und Flut” genau geht, wie es aufgebaut ist und warum es ist, wie es ist, kannst du hier nachlesen. Außerdem ist das Buch in den Shops von Amazon und herzensvoll erhältlich.

Mitwirkende des Geschenkbuchs: Gemeinsam durch Ebbe und Flut

Die Reihenfolge der Namen sagt nichts über die Wertigkeit der Personen oder ihrer Beiträge aus. Diese Auflistung soll wertschätzen und “Danke” sagen, keine Competition fördern oder Punkte vergeben.

Viktor, D.K., Ilea, Viviane, Marisa, Annelie, Rebecca, Antje, Janis, Michi, Chris, Nadine, Tom, Sim, Manuela, Vanessa, Sandra

Schreibgruppe: Lass mal ein Buch schreiben

Schreibgruppe: Lass mal ein Buch schreiben

Schreibgruppe: Lass mal ein Buch schreiben

Lass mal ein Buch schreiben

Mit diesem Titel startete unser Buchprojekt. Ursprünglich waren wir mit diesem Projekt in ein Gruppenkonzept einer Gemeinde integriert. Diese Gruppen finden sich, indem sich ein Leiter mit einem Co-Leiter zusammenschließt und ein bestimmtes Interessensgebiet zur Anmeldung und Teilnahme anbietet. Die Treffen der Gruppen drehen sich auf unterschiedliche Art um dieses Themengebiet. Da gibt es Gruppentreffen mit kreativen Projekten, sportlichen Herausforderungen oder auch Glaubensthemen.

Die Interessensgruppen

Als ich zum ersten Mal von diesem Konzept gehört habe, war ich ziemlich aus dem Häuschen. Für jemanden, der gerne Neues ausprobiert, aber nicht für Jahre in einem Projekt oder einer Gruppe festhängen will, ist das ein super Konzept. Jede Person hat nach einer bestimmten Laufzeit (ca. 3-4 Monate), die Chance etwas Anderes anzubieten oder in einer anderen Gruppe Teilnehmer zu sein – unabhängig davon, ob die Person teilnimmt oder die Treffen leitet. Für alle Beteiligten ist es also leichter eine Gruppe auch wieder zu beenden oder zu verlassen. Für vielseitig interessierte Menschen ist das wirklich klasse.

Bei einem derartigen Gruppenangebot ist es – nach meiner Erfahrung – jedenfalls wichtig, dass die zugehörigen Strukturen auf die Bedürfnisse der jeweiligen Gruppe oder des jeweiligen Projektes zugeschnitten werden. Je nach Ziel oder Inhalt, braucht eine Gruppe mehr oder weniger, weitere oder engere Strukturen, um die Dynamik zu fördern und den Leitenden und Teilnehmenden die nötige Sicherheit, Individualität und Freiheit für ihre Gruppe zu geben.

Tipp von mir persönlich: Falls du in deinem Verein oder deiner Gemeinde auch ein derartiges Konzept umsetzen willst, feiere ich das extrem! Bitte komm aber nicht auf die Idee, dass ein einziges strukturelles Konzept für alle deine Mitarbeitenden und Gruppen pauschal richtig ist. So wie jede Pflanze unterschiedliche Bedingungen bevorzugt, um sprießen und gedeihen zu können, so wird es vermutlich auch mit deinen Gruppen sein.

Der Schreibclub: Lass mal ein Buch schreiben…

Über die Anmeldemöglichkeit haben sich 3 Frauen für „Lass mal ein Buch schreiben…“ angemeldet. Unser Ziel war natürlich, ein Buch zu schreiben. Aber ganz sicher nicht, dieses auch zu veröffentlichen. Der Ursprungsgedanke war, dass wir das Buch für jede Einzelne von uns schreiben möchten, als Erinnerung sozusagen.

Ich habe das Projekt vor allem wegen dem Spaß initiiert, weil ich meine Liebe zum Schreiben wieder entdeckt hatte, das teilen wollte und weil ich mir gewünscht habe, dass auch andere erkennen dürfen wie wertvoll genau diese kreative Ausdrucksweise ist.

Als ein Team setzten wir einen Visionssatz fest und machten uns viele Gedanken darüber, wie dieses Büchlein wohl werden sollte. Diese Gedanken waren sich manchmal total ähnlich, aber in manchen Teilen auch extrem unterschiedlich. Wen wundert es auch, bei 4 Frauen, die sich kaum kannten und sich nur online zum Austausch trafen. Wegen des Lockdowns konnten wir uns nämlich tatsächlich nur in Online-Meetings treffen.

Bestimmt wisst ihr alle, wie herausfordernd diese Art der Kommunikation für ein Team sein kann. Gleichzeitig durften wir aber auch feststellen, dass dieses wöchentliche Treffen zu einem sehr wichtigen Termin für uns wurde.

Wir schrieben von Woche zu Woche Texte zu verschiedenen Themen und lasen sie uns im Treffen gegenseitig vor. Wir verbannten unseren inneren Kritiker vor die Tür und feierten unsere Texte gegenseitig. Jede Woche bekam jede Einzelne ein wertschätzendes Feedback, jede Woche lernten wir mehr übereinander, jede Woche wuchs jemand über sich hinaus, weil er schreibend etwas Anderes ausprobierte. Manchmal lachten wir zusammen und manchmal weinten wir auch, weil manche Texte und Gedichte so tief gingen. Diese Treffen gaben uns etwas Halt, als wir während des Lockdowns in der Luft hingen und so wurden sie zu Terminen, die wir nicht mehr missen wollten.

Die Schätze auf dem Weg hin zum eigenen Buch

Ich persönlich war sehr begeistert darüber, wie ehrlich die Frauen geschrieben haben, wie diese Gruppe zu einem sicheren Ort wurde und wie ich sehen durfte, was ich mir gewünscht hatte: Dass die Teilnehmerinnen sich ein bisschen ins Schreiben verlieben und sich in ihrer Ausdrucksweise ausprobieren, mutig mit ihrem Schreibstil werden und sich etwas zutrauen. Das wurde in unserer gemeinsamen Zeit zu einem Stück Realität, die ich beobachten durfte.

Ein Schritt weiter: Veröffentlichung – Ja oder Nein?

Irgendwann kamen von innen und auch von außen Impulse, darüber nachzudenken, das Buch nicht nur für uns zu schreiben, sondern vielleicht auch ein paar mehr zu drucken und dann für andere zugänglich zu machen oder das Buch vielleicht sogar ganz zu veröffentlichen.

Als wir sicherer mit unseren geschriebenen Werken wurden und merkten, wie gut uns das Schreiben und Vorlesen tat, fing dieser Gedanke an uns mehr und mehr zu gefallen. Vielleicht könnte unser Buch mit unseren eigenen Texten ja auch anderen etwas bringen? Und so entschlossen wir uns gemeinsam für diesen Schritt.

Wow.

So richtig Ahnung, auf was wir uns da einließen, hatten wir nämlich eigentlich nicht. Je mehr wir uns also mit der Veröffentlichung beschäftigten, je mehr aus diesem Spaßprojekt Ernst wurde, je mehr wir zu den Themen Finanzen, Rechte, Layout, Cover usw. recherchieren, entscheiden und diskutieren mussten, desto mehr rasselten wir aneinander. Unser kreativer Vibe wurde gestört und unter strukturorientierten Denkweisen und organisatorischem Mehraufwand begraben. Wir merkten, dass wir uns in diesem Prozess ein bisschen verloren hatten und verzettelten uns in unseren unterschiedlichen Vorlieben und Ansichten. So sehr wir zuvor auch aufeinander eingehen konnten, desto mehr verschwand diese Fähigkeit unter dem Öffentlichkeitsdruck. Ganz davon abgesehen, fraß dieser Zusatzaufwand mehr Zeit und Energie als manche von uns, neben ihren Jobs und anderen Verpflichtungen, eigentlich hatten.

Eine Herausforderung im Wolfspelz

Und dann stand er auf einmal vor uns. Dieser grimmige Wolf, der seine Zähne fletschte und bösartig knurrte, als wolle er sagen:

„Ihr kommt hier nicht vorbei.“

Das Abenteuer „Buchprojekt“ drohte zu scheitern, als wir realisierten, dass die Herausforderung für dieses 4-er-Team zu groß wurde. Wir entschieden zusammen, dass sich der gemeinsame Weg trennen musste und so verließen zwei unserer Schreiberinnen das Projekt. Damit jede zumindest ihr eigenes Büchlein bekommen konnte, wie zu Beginn versprochen, stellten wir dieses noch fertig: Unser Büchlein mit unseren Texten aus unseren sehr persönlichen, wertvollen Treffen – nur für uns Vier.

Der Wolf „Veröffentlichung“ schien so groß zu sein, dass es wohl besser gewesen war, sich zu trennen, damit sich zumindest ein Teil unseres Teams in Sicherheit bringen konnte. Vorsichtig und instinktiv brachten sie sich in eine sicherere Umgebung, in denen sie sich ausruhen und den Schreck verarbeiten konnten.

Da jeder Mensch unterschiedlich mit den Wölfen umgeht, die seinen Weg kreuzen, mussten Vanessa und ich diesen Rückzug akzeptieren, auch wenn wir es uns für alle anders gewünscht hätten.

Da standen wir nun, Vanessa und ich. Kurz vor dem Ziel unseres Weges. Eigentlich schon beinahe fertig und nun doch wieder nicht. Dieser gruselige Wolf hatte es geschafft, dass wir zwei Teammitglieder verloren hatten und mit ihnen auch ihre Texte. Und ja, da flossen Tränen, da war auch Wut und ein bisschen Sprachlosigkeit, weil wir nicht wussten, wie wir jetzt noch einmal so viel Arbeit nachholen sollten, um an diesem Wolf vorbei zu gelangen – mit weniger Womanpower, versteht sich…

Wie sollten wir diesen bedrohlichen Wolf nur besiegen? Sollten wir auch aufgeben und uns in Sicherheit bringen?

Was wurde aus dem Buchprojekt?

Wie es mit unserem Projekt weiterging und was wir mit diesem nervigen Wolf machten, erfährst du unter: Abenteuer Buchprojekt: Gemeinsam durch Ebbe und Flut.

Wovon träumst du? – von Rebecca Moor

Wovon träumst du? – von Rebecca Moor

Wovon träumst du? – von Rebecca Moor

Heute nimmt uns Rebecca Moor mit in ihre Gedanken zum Thema “Träume”.

Wir sind so dankbar, dass Rebecca sich bereit erklärt hat, unser Buch: Gemeinsam durch Ebbe und Flut mit ihren Rhymes, ihren Slam-Poetry und ihren Texten zu bereichern. Ohne sie und ihre Art, ihre Gedanken auf das Papier zu bringen, würde unserem Buch wirklich etwas Entscheidendes fehlen.

Als ich “Wovon träumst du?” zum ersten Mal gelesen habe, ist mir fast die Spucke weggeblieben. Die Fragen, die Rebecca stellt, sind so auf den Punkt und packen die Leserin bzw. den Leser so richtig am Schlawittchen.

Gerade für Vanessa und mich, die wir in dieser Phase selbst an der Erfüllung eines kleinen Träumchens gearbeitet haben, kam dieser Text wie gerufen. Denn wir hatten durchaus Situationen, in denen das Dranbleiben wirklich herausfordernd war. Deswegen wünsche ich mir, dass Rebecca’s Text auch dich wieder an so manchen Traum erinnert und vielleicht sogar einen neuen Traum in dir weckt.

Powertext von Rebecca: Wovon träumst du?

Wovon träumst du?
Ich meine nicht nachts, tief im Schlaf.
Wovon träumst du?
Tagsüber – wach, bei vollem Verstand.

Ist da überhaupt Platz in deinem Alltag für Träume? Oder liegen deine Träume unter der Realität begraben? Hast du aufgehört zu träumen und Tränen haben deine Träume weggeschwemmt? Haben die spitzen Worte der Anderen deine Träume zerplatzen lassen? Haben die Vorstellungen der Anderen deine Träume in alle Himmelsrichtungen zerstreut wie der Wind die Samen des Löwenzahns?

Ich frage dich, wovon träumst du?
Ich meine nicht nachts, tief im Schlaf,
wenn alles ruhig und friedlich um dich ist und die Stille alles möglich macht.
Wovon träumst du?
Tagsüber – wach, bei vollem Verstand,
wenn es auch mal hektisch und laut um dich herum wird.

Ist da überhaupt Platz in deinen Gedanken für Träume? Oder wurden deine Träume von den to do’s des Alltags verdrängt? Hast du aufgehört zu träumen, weil deine Träume nicht mitkommen beim Wettlauf gegen die Zeit? Und weil Angst und Sorgen nun mal lauter in deinen Ohren klingen?

Und noch einmal:
Wovon träumst du?
Ich meine nicht nachts, tief im Schlaf,
wenn alles ruhig und friedlich um dich ist und die Stille alles möglich macht. Wenn keiner deine Träume mitbekommt.
Wovon träumst du?
Tagsüber – wach, bei vollem Verstand,
wenn es auch mal hektisch und laut um dich herum wird. Wenn du konfrontiert wirst mit den Träumen und Vorstellungen der Anderen?

Ist da überhaupt Platz in deinem Herzen für Träume?
Was hält dich davon ab, zu träumen?

Und ich frage dich:
Wenn nicht jetzt, wann dann?
Sag mir, wann fängst du zu träumen an?

Wovon träumst du?
Erzähl mir, was ist dein Traum.
Wann darf ich ihn schau’n?
Wage Mut, einfach anzufangen,
auch mal zu scheitern – hinzufallen,
um dann wieder aufzustehen und von vorne anzufangen.
Fang an, deine Träume aus den Trümmern der Realität zu bergen. Fang an zu sehen, wie sich deine Träume in den buntesten Farben der Seifenblasen spiegeln und fang an zu sehen, wie deine Träume wachsen wie die gelandeten Samen des Löwenzahns.

Wovon träumst du?

(c) Rebecca Moor

Wo kann man noch mehr inspirierende Texte finden?

Im Buch Gemeinsam durch Ebbe und Flut findest du noch mehr Texte von Rebecca.

Außerdem begegnen dir in diesem kreativen Geschenkbuch noch viele weitere Geschichten und Kompositionen, die inspirieren und zum Nachdenken anregen. Wenn du noch genauere Informationen zum Buch möchtest, dann klick dich hier in die detaillierte Buchbeschreibung.

Siehst du mich? – von Vanessa Keller

Siehst du mich? – von Vanessa Keller

Siehst du mich? – von Vanessa Keller

Heute möchte ich euch einen Text von Vanessa zeigen.

Vanessa hat mit mir gemeinsam hauptverantwortlich an unserem Buch : Gemeinsam durch Ebbe und Flut gearbeitet, das du aktuell hier erwerben kannst.

Diese junge Frau hat mit mir die organisatorische, sowie die kreative Hauptverantwortung in diesem Projekt getragen. Ich bin wirklich super begeistert von ihr und ihrem Durchhaltevermögen – gemeinsam durch ein ganzes Jahr mit Höhen und Tiefen zu gehen, das ist schon was!

Außerdem begeistert mich, ihre Art zu schreiben. Vanessa’s Texte sind meist “out of the box”, sie sind recht tief und beinhalten Wendungen, mit denen man nicht rechnet. Ab und an versteckt sie auch ein paar Besonderheiten in ihren Texten, die man erst bei genauerem Hinsehen entdeckt. Ein zweiter oder dritter Blick lohnt sich bei ihren Werken definitiv. Ich bin super dankbar für ihre Kreativität, ihr Herz für Worte und ihr kontroverses, hinterfragendes Schreiben.

Und jetzt darfst du “Siehst du mich?” von Vanessa lesen. Lyrik, die tief und ans Herz gehen, die herausfordern und Hoffnung versprühen kann.

Lyrik von Vanessa: Siehst du mich?

Es gibt eine Frage,
die ich auf dem Herzen habe.
Eine Frage,
die ich mich kaum zu stellen wage.

Siehst du mich?
Oder siehst du da diese Frau,
die so eitel ist wie ein Pfau?

Siehst du mich?
Oder siehst du da jemand,
der im Brachland wohnt?

Siehst du mich?
Oder siehst du da das Kind,
das immer mit sich selber ringt?

Siehst du mich wirklich an?
Denn ich finde nichts mehr an mir,
das ich noch gut finden kann.

Siehst du, wo ich bin?
Denn von hier Drinnen
gibt es kein Entrinnen.

Siehst du, was ich tu?
Wenn ich mich selbst zum Narren mache,
indem ich ständig schallend lache?

Siehst du mich und wer ich bin?
Ich glaube schon,
denn du bist so eine Person,
die sehen kann, was mir innewohnt.

In mir wohnen
Emotionen, die ich nicht in Worte fassen kann.

In mir wohnen
Versionen meiner selbst, die ich niemandem zeige.

In mir wohnen
Illusionen, die darauf warten demaskiert zu werden.

Und in mir wohnen
Traditionen, die ich mit dir teilen möchte.

Ja, du siehst mich und du siehst auch wer ich bin.
Mehr als eine Existenz ohne Sinn.
Mehr als eine eitle Frau,
oder jemand, der im Brachland lebt.
Und auch mehr als ein mit sich ringendes Kind.

Ich glaube,
dass ich sie erkennen kann
im Spiegel.
Diese Frau,
die du da in mir siehst.

(c) Vanessa Keller

In welchem Buch ist dieser Text zu finden?

Dieser bewegende Text von Vanessa ist wie viele andere kontroverse und impulsgebende Werke in unserem interaktiven, ermutigenden Sammelband zu finden. Wir haben “Gemeinsam durch Ebbe und Flut” vor Kurzem erst veröffentlicht. Du findest dieses inspirierende Buch hier.

Außerdem habe ich auch eine ausführliche Produktbeschreibung zu unserem Buch vorbereitet, die dir noch weitere Einblicke und Informationen gibt.